

Das Pfropfen von Kakteen setzt schon einige Kenntnisse voraus. Zudem braucht es auch entsprechende Geräte, die man sich aber selber bauen kann. Und natürlich ganz besonders: sauberes arbeiten! Die Technik des Pfropfens ist hauptsächlich dann angebracht, wenn es darum geht, eine wertvolle Pflanze zu retten. Man schneidet das Pfropfgut so zurecht, dass man es gut auf der Unterlage anbringen kann. Befestigen wir es mit dem Pfropfgerät mit leichtem Druck oder fixieren wir es mit einem Kakteendorn. Ganz wichtig ist es, dass sich die Leitbündel des Pröpflings und auch die Leitbündel der Unterlage berühren. Auch Sämlinge, die man schnell gross und blühfähig haben möchte, können auf einer starken Unterlage schnell herangezogen werden, doch sollte man sie später wieder wurzelecht ziehen. Die Technik des Pfropfens ist sehr vielfältig und braucht viel Erfahrung. (Siehe auf den Seiten 18 bis 21 von "Stachelige Gesellen")
Möchte man z.B. einen seltenen Kugelkaktus vermehren und hat keine Samen davon, kann das ebenfalls durch Pfropfen geschehen. Man schneidet dann einfach eine Scheibe an der Basis und am Scheitel ab und verbindet den Scheitel mit der Unterlage. So bilden sich an der sich oben befindenden Basis viele Kindel, die dann sorgfältig von der Mutterpflanze abgetrennt werden und dann ihrerseits gepfropft oder bewurzelt werden. Dieses Verfahren wird oft von Händlern angewen-det, wenn keine entsprechenden Samen zu beschaffen sind.
Pfropfen sollte man eigentlich nur, wenn keine anderen Lösungen zur Verfügung stehen.
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